Vorwärts immer, rückwärts nimmer, bei Poucher Boote am Muldestausee geht's voran. Auf der Boot in Düsseldorf zeigt die Firma zwei richtig feine Sachen. Zum einen das neue Zweier-Carbon-Gerüst und zum anderen einen kompakten Einer.
Pouchboote waren schon vor der Wende hüben und drüben sehr gefragt. Im Osten gab es fast nichts anderes und im Westen waren die robusten, schnellen und faltbaren Kajaks die preisgünstige Alternative. Und seit dem Fall der Mauer sind es beiderseits der Grenze, Boote mit bestem Markenimage made in Germany. Was das in der Praxis heißt, zeigte Pouch auf der Boot in Düsseldorf.
Schon im vergan- genen Jahr ent- wickelte Pouch zu- sammen mit Stu- denten der TU Chemnitz ein Carbon-Gerüst auf Basis des RZ 96. Das edle, matt- schwarze Gestänge beeindruckt nicht nur Dank seiner ästhetischen Optik, sondern vielmehr durch eine Zahl: 18.5 Kilo bringt es auf die Waage und das bei einer Länge von Fünf Meter Fünfzig. Wird das mit einer Haut aus TPU bespannt, ergibt sich eine Gesamtmasse von gerade mal 25 Kilo.
"Der letzte Feinschliff fehlt daran noch", so Ingolf Nitschke von Pouch. "Wir sind gerade dabei die Detailarbeitarbeiten zu erledigen, aber so in einem halben Jahr, wollen wir das Carbongerüst serienreif haben". Auch die Form kann sich noch verändern, was heißt, dass es nicht zwingend bei seiner Vorlage, dem RZ 96 bleiben muss, sondern auch an der Form der Spanten noch getüftelt wird.
Für alle, die ein eher kompaktes Faltboot lieben, gibt es im Pouch Programm etwas völlig neues: Den CR 12. So sieht Liebe auf den ersten Blick aus. Der vier Meter lange und 68 Zentimeter breite Tagescruiser besitzt nicht nur eine sexy Form sondern hat vor allem Charakter zu bieten. Der besteht aus Eschen- und Birkenhölzern, Edelstahlbeschlägen, Luftschläuchen, einer Steueranlage und einem Gewicht von nur 18 Kilo bei einer Breite von 86 Zentimeter.
Auf- und Abbau geschehen Ruck-Zuck. Auf der großen Messebühne in Düsseldorf demonstrierte das Ingolf Nitschke. Inklusive allen Erklärungen für das interessierte Pub- likum war der Kurzeiner innerhalb von 15 Minuten komplett aufgebaut und auch wieder in seine Einzelteile zerlegt im Sack verstaut. Dies liegt an einer einfachen als auch zweckmäßigen Konstruktion. Nur vier Querteile müssen montiert werden.
Mit seinem flachen Boden liegt der CR 12 mit sicherer Anfangsstabilität im Wasser, besitzt aber pfeilschnelle, stromlinienförmige Bug- und Heckspitzen. Schon das Aussehen des neuen Pouch macht Lust auf die erste Fahrt mit ihm. Für's Gepäck werden natürlich zusätzliche Ladeluken angeboten und der Packsack gehört sowieso serienmäßig zum Lieferumfang. Damit alles schön kompakt bleibt, misst das längste Gerüstteil gerade einen Meter.
In rot, grün, blau, gelb und grau wird der CR 12 erhältlich sein und in diesem Jahr wird es noch weitere neue Farben für die Pouchflotte geben.
Ekke Kaplan hat den Aufbau des Pouch CR 12 mit seiner Videokamera live auf der Boot in Düsseldorf dokumentiert. Zum Start einfach auf's große Bild - wie immer - klicken.
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